Winkel drücken den Abstand zwischen zwei Faktoren des Horoskops aus, etwa den Abstand zwischen zwei Planeten. Dabei haben einige dieser Winkel eine besondere Bedeutung, nämlich insbesondere diejenigen, die durch die Division der 360° des Kreises durch ganze Zahlen gebildet werden. Der Name dieser Winkel lautet Aspekte. Die Aspekte findet man vielfach als Verbindungslinien in einem Horoskop eingezeichnet.

Ein Beispiel: Ist der Winkelabstand zweier Planeten 90°, so heißt dies Quadrat. Hieraus kann man unendlich viele Aspekte herleiten, die Astrologen nutzten jedoch nur die von 0, 30, 45, 60, 90, 120, 135, 150, und 180 Grad. Besonders wichtig sind Konjunktion (0°), Sextil (60°), Quadrat (90°), Trigon (120°) und die Opposition (180°).

Die Beziehung der Planeten zueinander wird von den Aspekten bestimmt. Beispiel: Sextil und Trigon sind harmonisch, Quadrat und Opposition stehen in einem Spannungsverhältnis.

Es kommt bei den Aspekten aber nicht auf die exakten Winkelabstände an, denn diese werden beinahe nie erreicht. Um die Winkel herum gibt es einen Streubereich, die Orbis. Je nach astrologischer Schule ist die Orbis unterschiedlich groß. Die moderne Astrologie vertritt die Auffassung, dass die Wirksamkeit mit dem Abstand vom genauen Wert kontinuierlich sinkt.