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Parapsychologie

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Paraspychologie und PSI

Gegenstand der Parapsychologie ist die Möglichkeit der Kommunikation und der wechselseitigen Beeinflussung von Organismen und ihrer Umwelt. Die Kommunikation wird mit dem Begriff Psi bezeichnet.
Para kommt aus dem Griechischen und bedeutet neben, Psyche bedeutet Seele und lógos heißt Kunde, Vernunft. Man kann Parapsychologie etwa mit "weitergehende Seelenkunde" übersetzen. Max Dessoir prägte den Begriff 1889 für eine Wissenschaft, der sich mit den aus dem normalen Verlauf des Seelenlebens heraustretenden Erscheinungen befaßt. Die Thematik ist allerdings älter. Ziel ist es, übernatürlich scheinende okkulte Erscheinungen auf der Grundlage rein wissenschaftlicher Methoden zu erforschen. Franz Anton Mesmer, eine detscher Arzt, nahm gegen Ende des 18. Jahrhunderts die ersten sysematischen Forschungen vor. Mesmer nannte die Phänomene animalischer Magnetismus.
Es ist umstritten, ob die Parapsychologie als eine Parawissenschaft oder eine ernsthafte Wissenschaft angesehen werden kann. Die internationale Berufsvereinigung der wissenschaftlich arbeitenden Parapsychologen, die Parapsychological Association ist allerdings seit 1969 Mitglied der American Association for the Advancement of Science, AAAS.
Die Parapsychologie ist nur an gelegentlich als Teil der Psychologie Forschungsobjekt an Universitäten. So existierte von 1954 bis 1998 an der Uni Freiburg die Abteilung Grenzgebiete der Psychologie. An der Universität Edinburgh gibt es heute die einzige Hochschuleinrichtung, die eine Abteilung für Parapsychologie beinhaltet.
Forschungsgebiete der Parapsychologie sind die Psi-Erscheinungen, etwa die Psychokinese, Telekinese, Telepathie oder Nahtoderfahrungen. Man unterscheidet zwei große Bereiche: die außersinnliche Wahrnehmung und die Psychokinese. Bei der ASW, der Außersinnlichen Wahrnehmung bekommt ein Organismus Information auf eine physikalisch nicht bekannte Art von seiner Umwelt. Bei der Psychokinese nimmt der Organismus allein durch seinen Willen aktiv eine Beeinflussung seiner Umwelt vor.
Die Parapsychologie kennt grob drei unterschiedliche Forschungsmethoden. Das sind Erfahrungsberichte, Experimente mit Sensitiven (Medien) und statische Experimente. Letzeres sind Versuche, bei denen Menschen ein zufälliges Ereignis allein durch ihren Willen beeinflussen sollen. Wenn nun ein Ereignis häufiger als statistisch wahrscheinlich auftritt, so indiziert dies einen paranormalen Effekt.
Die Paraspsychologie kennt die Begriffe Spiritismus und Animismus. Beides sind Kontrapositionen.
Der Animismus verneint eine vom Körper unabhängig lebensfähige Psyche. Er führt alle paranormalen Phänomene, die auf ein Weiterleben nach dem Tod hindeuten, auf das Agieren körperlich lebender Personen zurück.
Der wissenschaftliche Spiritismus (so im Gegensatz zum religiösen Spiritismus ganannt) geht hingegen davon aus, dass auch Personen, die nicht an einen Körper gebunden sind, Einfluss ausüben. IPA bedeutet in diesem Zusammenhang incorporealpersonal agent, körperfreier persönlicher Handlungsträger. Damit wäre etwa ein Geist eines Verstorbenen gemeint.