Wer oder was ist der Teufel?

Das Wort Teufel leitet sich von dem griechischen Wort Diábolos her und bedeutet „der Verleumder, Durcheinanderwerfer, Verwirrer“. Auf lateinisch heißt Teufel Diábolus. Der Teufel hat besonders in der christlichen und der islamischen Theologie eine herausragende Position. er ist die Personifizierung des Bösen. In unterschiedlichen Religionen wird er als eigenständiges Geistwesen dargestellt.

Betrachtet man den Teufel vom Standpunkt eines modernen Menschen, so kann man ihn als Fabelwesen aus der christlichen und islamischen Mythologie bezeichnen. Das Alte (so etwa im Buch Hiob) und das Neue Testament (so etwa die Versuchung von Jesus in der Wüste) und führende Kirchenlehrer, Päpste und Reformatoren charakterisieren den Teufel jedoch als wirklich existierenden personalen Geist und geben ihm den Namen Satan.

Volkstümlich hat er sogar einen Körper und wird der Leibhaftige genannt.

In der Bibel wird er ohne Namen kurz vor Noah sowie ausführlich als Azazel im apokryphen Buche Henoch als einer der Gottessöhne erwähnt, welche mit Menschentöchtern die Nephilim, die „Riesen der Vorzeit“ zeugten.

Satanismus

Satanismus ist ein Oberbegriff unterschiedlicher geistiger Bewegungen, die in vielen Fällen keinerlei Zusammenhang aufweisen.

Satanismus bedeutet Vergöttlichung des Menschen durch Satan, also nicht, wie man vielleicht meinen könnte, Teufelsanbetung: Satan will dem Menschen seine Möglichkeiten bewußt machen, ihm das Wissen geben, zu Göttichkeit zu gelangen. Das Drama „Cain“ von Lord Byron aus dem Jahre 1821 war das erste satanistische Werk der Weltliteratur. Der Gegner Byrons, Robert Southey, benutzte das Wort Satanismus zum ersten Mal, bezeichnender Weise als Schlagwort, um Byron zu schaden.

Der religiöse Satanismus hat seine Wurzeln in den Ophiten, gnostischen Schlangenkulten der Antike. Im Buch Mose klingt die Vergöttlichung des Menschen an im Buch Mose: „ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist“.

Eine geistige Bewegung wird zum Satanismus gerechnet, wenn bei ihr Satan im Zentrum steht. Anton Szandor LaVey gründete 1966 die Church of Satan und machte den Satanismus zu einem eigenständigen antichristlichen Religionssystem. Er schreib das Buch Satanische Bibel im Jahr 1968. Es fußt auf Werken von Ragnar Redbeard (Might is Right aus dem Jahr 1896) und von Aleister Crowley (Equinox).

Satanismus hat seinen Eingang in die Black Metal Musik gefunden, deren Fans allerdings in der breiten Masse keine Satanisten sind. Gleiches gilt für die gothic-Subkultur, die satanistische Symbole benutzt. Sie als satanistisch anzusehen, ist allerdings falsch, da diese Symbolik in der Gothic Szene nicht überbewertet werden darf.

Santanistische Organisationen sind hingegen die Church of Satan, Temple of Set, Order of Nine Angles und Misanthropic Luciferian Order.